Nadine

Eigentlich mag ich es gar nicht, so direkt über mich selbst zu schreiben. Ich finde, man muß einen Menschen mit der Zeit kennenlernen um ihn zu verstehen - oder auch nicht.
Aber ich versuche es trotzdem mal:

ich nähe
ich muß Schokolade essen
ich bin ungeduldig
ich koche
ich muß erschaffen
ich bin neugierig

NadineTheoretisch sollte das schon reichen. Aber da ich ja nun selbst extrem neugierig bin weiß ich daß es das nicht tut ;)

Ich wuchs als '82er Jahrgang unschuldig in einem kleinen Ort in der Südthüringischen Einöde auf.

Mädchen waren doof.
Jungs konnten tolle Sachen wie Baumhäuser und Angelruten aus Schilf basteln.
Ich zog lieber Gummistiefel an um in Pfützen zu hüpfen statt den lieben langen Tag mit Püppchen "Vater, Mutter und Kind" zu spielen.
 
Heute bin ich seit '98 in einer glücklich Beziehung, seit 2008 verheiratet und noch immer ein kleines bisschen das Kind von Damals.
Noch genieße ich die Zeit alleine mit meinem Mann. Irgendwann in der Zukunft wird es aber ganz bestimmt kindlich Laut in unseren 4 Wänden. Bis dahin habe ich genug Zeit meine Grenzen auszutesten, neues auszuprobieren und herauszufinden, wo mich mein Weg als nächstes hin führt.
 
Daß ich früh auf mich alleine gestellt war und kaum kochen konnte wurde mir mehr als einmal zum Verhängnis. Fertiggerichte, Fast Food und viel süßes sind zwar heute auch noch eine meiner größten Schwächen, aber man lernt mit der Zeit damit umzugehen.
Eine kreative Ader habe ich schon immer. Allerdings ist es wichtig daß diese auch gefördert wird. So kam es, daß ich anfangs leider oft scheiterte. Aber je älter ich wurde, umso öfter holte ich auch mal weiter aus - und erzielte durchaus passable Erfolge.
Maschine Mit einem Jahr schulischer Ausbildung im Textilhandwerk stellte ich - damals noch unbewusst - eine Weiche, die mich zu dem gemacht hat was ich heute bin.

Während meiner Ausbildung zur Spielzeugherstellerin liebte ich es, eigene Sachen zu entwerfen. Damals waren das - bedingt durch meine Lehrstelle in der Puppenfabrik von Schildkröt - allerhand Puppenkleidchen. Nach und nach eignete ich mir dann das Nähen von Taschen an.
Durch meine Ausbildung lernte ich vieles über Stoffe, deren Herstellung und auch deren Einsatzmöglichkeiten, was mir heute des öfteren zugute kommt.
Nadine
 
Mein Traum ist es, daß ich noch lange die Möglichkeit habe mich kreativ auszudrücken. Und daß ich meine Mitmenschen daran teil haben lassen kann. Es gibt für mich (fast) nichts schöneres als Kleinigkeiten, die das Leben einen Hauch bunter werden lassen.

Es ist toll zu sehen, was man mit den eigenen Händen erschaffen kann. Dies fängt beim Kleinkind an das Bilder für die Kühlschranktür malt, geht über das erste umgestaltete T-Shirt bis hin zum professionellen Handwerken.
Wir sind nicht immer auf andere angewiesen.
DIY sind die 3 magischen Buchstaben.